Lieferantenerklärung 2019

Meist wird mit der Anforderung der Lieferantenerklärungen für das zukünftige Kalenderjahr im Dezember des Vorjahres begonnen. Lieferanten werden frühzeitig informiert, so dass zum Jahresanfang alle benötigten Lieferantenerklärungen zur Dokumentation, Kumulierung oder zur Ausstellung weiterer Präferenz- und Ursprungsnachweise vorliegen.

Es gibt zwei Arten von Lieferantenerklärungen:
Einzellieferantenerklärung: Ausstellung zu jeder Warenlieferung
Langzeit-Lieferantenerklärung: Einmalige Ausstellung für alle Warenlieferungen innerhalb eines maximalen Gültigkeitszeitraumes von zwei Jahren.

Seit 14. Juni 2017 ist die unterjährige Ausstellung von Lieferantenerklärungen wieder möglich.

Je nach Wechsel des Waren- und Präferenzursprungs Ihrer Produkte muss die korrekte Variante der Lieferantenerklärung, für Ihr Unternehmen, gewählt werden.

In der Regel werden Lieferantenerklärung innerhalb der Europäischen Union (EU) genutzt, um den Präferenzstatus und wenn gewünscht den handelspolitischen Ursprung zu bescheinigen. Eine Lieferantenerklärung wird vom Unternehmen unterzeichnet und muss nicht von der IHK beglaubigt werden.

Lieferantenerklärungen werden benötigt um,
– Präferenznachweise bei der Zollstelle zu beantragen.
– Ursprungsnachweise bei der IHK zu beantragen
– Ursprungserklärungen auf der Rechnung abzugeben.
– Folge-Lieferantenerklärungen ausstellen zu können.

Eine gesetzliche Verpflichtung zur Ausstellung einer Lieferantenerklärung besteht nicht. Sofern Lieferantenerklärungen für Ihre Unternehmensaktivitäten wichtig sind, sollte Ihr Lieferant zur Ausstellung der Lieferantenerklärung vertraglich verpflichtet werden.

Jede eingehende Lieferantenerklärung sollte auf formale Richtigkeit überprüft werden, um die Gültigkeit der Erklärung zu gewährleisten.

Gültigkeit einer Langzeitlieferantenerklärung

Langzeitlieferantenerklärungen sind maximal 2 Jahre gültig. Seit 14. Juni 2017 ist die unterjährige Ausstellung wieder möglich. Das heißt, eine Lieferantenerklärung kann sowohl über einen vergangenen als auch über einen zukünftigen Zeitraum ausgestellt werden.

Wortlaut der Lieferantenerklärung

Der Wortlaut einer Lieferantenerklärung ist in der Durchführungsverordnung (EU) 2015/2447 für Warenlieferungen innerhalb der Europäischen Union geregelt.

Genauere Details und eine Auflistung aller Lieferantenerklärungen mit dem dazugehörigen Wortlaut finden Sie unter „zoll.de – Unternehmen – Fachthemen – Warenursprung und Präferenzen – Präferenzen – Lieferantenerklärungen – Wortlaute von Lieferantenerklärungen“.

Welche Handelsabkommen gibt es?

Eine Liste der aktuellen Handelsabkommen finden Sie unter „WuP online – Übersichten – Präferenzregelung der Europäischen Union / Gemeinschaft“.

Die letzte Änderung des möglichen Länderkreises war 2017, und beinhaltete das Abkommen zwischen der EU und Kanada (CETA). Seit September 2017 war das Abkommen anwendbar. Die Verwendung auf der Liefererklärung war bereits ab Januar 2017 möglich.

Neue Abkommen sind erst ab 2019 zu erwarten. In diesem Fall handelt es sich um die Abkommen mit Japan, Singapur und Vietnam.

Lieferantenerklärung 2019 und der Brexit!

Ein endgültiges Vorgehen kann erst nach finaler Entscheidung, in welcher Form der Austritt des Vereinigten Königreiches (UK) aus der EU stattfinden soll, wiedergegeben werden. Aus diesem Grund sind die nachfolgenden Ausführungen eine unverbindliche Einschätzung meinerseits:

  • Nach Brexit ist das Vereinigte Königreich kein Mitglied der EU mehr. D. h. Britische Ursprungswaren, die in die EU geliefert werden, sind keine EU-Waren mehr. Das kann folgen für ihre Präferenzkalkulation mit sich bringen. Produkte mit Präferenzstatus könnten diesen verlieren. Das heißt für Sie, frühzeitig ihre Präferenzkalkulation und Ihre Lieferkette prüfen.
  • Langzeit-Lieferantenerklärungen, die für Britische Ursprungswaren ausgestellt wurden müssen nach dem Brexit widerrufen werden.
  • UK kann erst wieder als Präferenzland aufgenommen werden, wenn ein Freihandelskommen zwischen der EU und der UK vereinbart wird. Bis dahin muss die UK als Drittland behandelt werden.

 

 

 

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